SamuelHallo, ich bin Samuel, 24 Jahre alt, und arbeite als Sozialpädagoge mit Jugendlichen, die auf verschiedene Art und Weise Schwierigkeiten in der Schule oder in der Familie haben. Privat treffe ich mich gerne mit meinen Freunden und neuerdings auch mit meiner Freundin. ;-) In unserer Gemeinde bin ich für die Jugendgruppe verantwortlich, wir treffen uns wöchentlich in meiner Wohnung und verbringen den Abend miteinander. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen, besuchte die Maschinenbau-HTL in Wels und machte später die Ausbildung zum Sozialpädagogen. Soweit die Eckdaten... Aber jetzt ein paar Zeilen zu mir, zu meinem Leben, Gedanken, die mich immer wieder beschäftigen ...
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Anna-Maria
Mein Name ist Anna-Maria und ich wurde 1987 in Steyr geboren. Aufgewachsen bin ich in St. Florian bei Linz, wo ich zur Zeit immer noch wohne. Ich hätte es im Leben nicht besser treffen können. Ich wuchs in einem liebevollen Elternhaus auf, meine Mama arbeitete zu Hause als Tagesmutter, wodurch ich nicht nur immer ein warmes Mittagessen, sondern auch jede Menge Spielgefährten hatte. Mein Papa arbeitet in der VOEST.
In meiner Kindheit war es üblich, Sonntags die heilige Messe zu besuchen und ich war in meiner Volksschulzeit sogar Ministrant, was sich jedoch änderte, als meine Eltern zu unserem Herrn Jesus Christus fanden. Ich war etwa 14 Jahre alt und besuchte das Gymnasium, wo ich mich vor allem für die Naturwissenschaftlichen Fächer Physik und Biologie interessierte. Aufgrund dieser Interessen und der Tatsache, dass ich ein pubertierender Teenager war, lehnte ich den Glauben meiner Eltern absolut ab, ja verspottete ihn sogar.
Diese Einstellung verstärkte sich noch durch den Tod meines Hundes, für den ich Gott persönlich die Schuld gab (paradoxer weise glaubte ich seit meiner Kindheit an einen Gott, hatte jedoch durch die katholische Kirche ein sehr verfälschtes Bild von ihm). Ich beschloss Gott zu ignorieren und zu behaupten, es gäbe ihn nicht, was ich bis zu meinem Matura-Jahr durchhielt.
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Hannelore
Weil unsere Mutter meine zwei älteren Geschwister und mich nicht wollte, sind wir bei unseren Großeltern aufgewachsen. Materiell waren wir arm, aber ich war trotz der widrigen Umstände ein aufgewecktes Kind, wurde eine gute Schülerin und war deshalb auch gern gesehen in den Familien meiner Mitschülerinnen. Durch eine solche Schulfreundin kam ich in die Jungschar, wo ich zum ersten mal hörte, das Gott mich lieb hat und bei ihm die ärmeren Menschen besonders behütet sind. Diese Botschaft, dass unser Vater im Himmel mich liebt, glaubte ich einfach und begriff schon damals ein bisschen, dass wahrscheinlich dieser Gott dafür verantwortlich ist, dass ich nicht traurig war, oder böse auf meine Mutter, oder neidisch auf reichere Menschen.
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Rudolf
Mit 23 Jahren habe ich zum ersten Mal wirklich über den Sinn des Lebens nachgedacht. Ausgelöst wurde dieses Nachdenken durch verschiedene Ereignisse, die vor allem meine Jugendjahre prägten. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im unteren Mühlviertel kam ich schon mit etwa 15 Jahren in eine Art „Moped Rocker Bande“. Meine Eltern ließen mir einen relativ großen Spielraum und so gab es bald die ersten Konflikte mit dem Strafgesetz. Als dann auch noch eine mehrjährige Beziehung mit meiner Freundin und unserem Kind zerbrach, war ich mit meiner Weisheit am Ende und ich stellte mir die Frage: „Welchen Sinn hat mein Leben noch?“ In meiner inneren Not fing ich sogar wieder an, regelmäßig in die kath. Kirche zu gehen, aber die Antworten auf meine existentiellen Fragen habe ich dort nicht gefunden ....
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Rosine
Am 5. September 2001 erhielt ich einen Telefonanruf, wie wir ihn alle fürchten; Mein Mann, Wolfgang Faschinger, war zusammengebrochen und lag auf der Intensivstation, es stand sehr schlecht um ihn. Einen Tag später starb er an den Folgen eines schweren Herzinfarktes. Er war gerade erst 42 Jahre alt und hinterließ 6 Kinder im Alter von 2 bis 13 Jahren. Ich habe in diesen schweren Stunden nicht nur große Not erlebt, sondern auch unbeschreiblichen Trost durch Gottes Durchtragen. Wie kam es, dass ich dort im Würzburger Krankenhaus, umringt von 15 Arbeitskollegen und Freunden, ein Loblied anstimmen konnte, ja fast musste, weil mein Herz voller Dankbarkeit war? Lange zuvor hatten sowohl ich, als auch Wolfgang, damals gehörten wir noch nicht zusammen, Jesus persönlich kennen gelernt. Ich möchte etwas ausholen: Wisst ihr, ich war schon immer ein privilegierter Mensch- Ich war das Jüngste von 8 Kindern von allen geliebt und gefördert, genoss ich im Wallis, im Süden der Schweiz, eine unbeschwerte Kindheit. Ich war schon immer an Gott interessiert, und ich hatte schon als Kind viel über Jesus gehört. Ich bin auch immer wieder Menschen begegnet, die ihr Vertrauen fest auf Jesus setzten. "Aber ich wollte doch an meinem eigenen Leben festhalten und auf keinen Fall fanatisch sein. Ich wollte es allen Menschen recht machen (bekanntlich eine Kunst die niemand kann). Mit allen gut auskommen, einfach das „liebe Mädchen" für alle sein ....
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PetraGeboren bin ich in Linz, aufgewachsen bei meiner Oma und meiner Mutter. Als meine Mutter geheiratet hat, habe ich dann zwei Schwestern bekommen. Meine Mum hat nach dem Tod meines Stiefvaters alles alleine "geschupft". Ohne ihn war's nicht leicht. Mit ihm auch nicht, er war Alkoholiker. Alles in allem war es eine durchschnittliche Kindheit mit vielen Höhen und Tiefen. Als Teenie war ich dann darauf aus, möglichst viel unterwegs zu sein, so wie alle. Ich war in einer Jungschar und einem Jugendkreis. Wir waren viel unterwegs und ich habe dort vieles über Gott gehört. Verstanden habe ich, dass es gut ist, sich an Gott zu halten. Der Typ Jesus hat mir gefallen, immer geradlinig und weiß immer einen Rat. Bei meiner Konfirmation dachte ich "das muß es sein, wenn ich das jetzt ganz ernst nehme, gehöre ich auch dazu." (Wozu eigentlich?) Ich denke, dass Gott meinen Wunsch "zu ihm zu gehören" sehr ernst genommen hat. Aber, da war noch was, was ich nicht verstanden habe. Es ist schön und gut, wenn ich Gemeinschaft mit Gott haben will. Er will es auch. ABER ICH bin ein Sünder. Und ER ist heilig. Meine Schuld hatte ich damals noch nicht am Kreuz abgegeben. Das hatte ich noch nicht verstanden. Das Interesse an der Kirche wurde bald überdeckt von anderen Dingen. Der Kontakt zum Jugendkreis in der Gemeinde wurde immer weniger und schließlich ging ich gar nicht mehr hin. Die Teeniezeit war bald vorbei, und es stellt sich die Frage: WAS NUN? Wo ist mein Platz? Mein Weg? Welchen sollte ich gehen?
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Reinhold 1969 in Haslach a.d.M. geboren - und etwas außerhalb dieses Ortes aufgewachsen - durchlebte ich eine glückliche und behütete Kindheit. Durch die römisch-katholische Prägung meiner Umgebung kam auch ich bereits sehr früh mit dieser Religion in Berührung. So wurde ich als Kleinkind "getauft", hatte katholischen Religionsunterricht in der Schule und durchlief als Mitglied dieser Kirche auch die weiteren üblichen "Stationen" eines heranwachsenden Katholiken. Meine Eltern, die ihrerseits ebenso in dieser Religion erzogen wurden, standen bzw. stehen in ihrem Glauben fest auf dem Fundament dieser Kirche. Sie gehören zum konservativen Flügel der katholischen Kirche und haben eine sehr starke Bindung zu deren Lehren, Traditionen und Überlieferungen. In dieser Weise auf die Lehren Roms ausgerichtet, bemühten sie sich, auch mich frühzeitig an den Katholizismus heranzuführen. So kam es, dass auch ich mich in meiner Schulzeit der katholischen Kirche sehr verbunden fühlte und daher in dieser Zeit auch einige Jahre lang Ministrant war ....
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